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42 Jahre nach dem Tod von Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) wurde 1894 zu seinen Ehren in Freyburg an der Unstrut, wo er seit 1835 seinen ständigen Wohnsitz hatte, eine "Ruhmeshalle" errichtet. Es ist die erste Ehrenhalle, die an eine Persönlichkeit der deutschen Turn- und Sportgeschichte erinnert. In Amerika gibt es seit 1900 sogenannte "halls of fame" zu Ehren großer Amerikaner - Erfinder, Generale, Dichter und Sportler. Erinnert sei an die Hall of Fame des Schwimmsports in Fort Lauderdale, in der im übrigen auch die Niedersachsen "Itze" Gunst und Werner Lampe ihren Platz gefunden haben. Nach dem Vorbild bestehender Ehrenhallen wurde im Institutsgebäude die Ehrengalerie des niedersächsischen Sports als Dauerausstellung eingerichtet. In ihr werden herausragende niedersächsische Sportlerinnen und Sportler, aber auch Persönlichkeiten, die in Norddeutschland auf dem Gebiet des Sports Bedeutung erlangt haben, gewürdigt. In der Ehrengalerie finden sich große, aber auch unbekannte und vergessene Namen des niedersächsischen Sports. Etwa 350 Personen wurden nach strengen Kriterien ausgewählt, die über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren Sportgeschichte geschrieben haben. Während das 19. Jahrhundert im wesentlichen vom Wirken von Sportpädagogen, Wissenschaftlern und Sportführern geprägt ist, wird das 20. Jahrhundert vor allem durch die Aktiven dokumentiert.

Voraussetzungen für die Aufnahme von Spitzensportlerinnen und Spitzensportler sind Medaillenränge bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften oder mindestens fünf Deutsche Meisterschaften sowie internationale Einsätze, Preise und Auszeichnungen. Ferner werden Persönlichkeiten einbezogen, die Jahrzehnte ihres Lebens dem Sport in unterschiedliche Funktionen gewidmet haben. Während die Aufnahme der Sportlerinnen und Sportler nach Beendigung ihrer aktiven Laufbahn erfolgen kann, finden die Persönlichkeiten erst posthum ihren Ehrenplatz. Die Ehrengalerie wird im 3-Jahresrhytmus erweitert.

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