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Die Zielsetzung, niedersächsische Sportgeschichte selbst zu betreiben und die Voraussetzungen für die Forschung anderer zu schaffen, verbindet sich mit der Notwendigkeit, die vielfältigen sporthistorischen Quellen zu erschließen. Zu diesem Zweck wird seit 1984 eine landesweite Bestandsaufnahme durchgeführt, bei der alle Archive Niedersachsens (Staats-, Kreis- und Kommunalarchive, Verbands- und Vereinsarchive, Schul- und Privatarchive) aber auch Museen und Büchereien ausgewertet werden. Erfaßt werden Informationen und Gegenstände, die die Entwicklung des Sports in seinen vielen Facetten dokumentieren (Akten, Urkunden, Fotos, Karten, Plakate, Bücher und Festschriften, Kleidung, Sportgeräte, etc.).
Besondere Bedeutung wird der lokalen Sportentwicklung beigemessen, die von der vielfältigen Vereinslandschaft getragen und geprägt wird. Die in Qualität und Quantität sehr unterschiedlichen Vereinsarchive geben Einblicke in die zum Teil wechselvolle Geschichte. Die Geschichte eines Ortes ist - unabhängig von seiner Größe - ohne Sportvereine und ihre Bedeutung für das gesellschaftliche Leben nicht denkbar. Von daher sind die Vereinsarchive nicht nur für das Institut und die regionale Sportforschung, sondern auch für die Heimatforschung von nicht zu unterschätzendem Wert.
Die Ergebnisse der Quellenforschung werden in Hoya registriert, systematisiert und EDV-mäßig verarbeitet. Die Bestandsaufnahme verfolgt das Ziel, Standorte, Umfang und Zugang historischer Quellen nachzuweisen, nicht aber die Originalunterlagen in Hoya zu zentralisieren. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, Archivunterlagen und Ausstellungsmaterial in Hoya zu deponieren bzw. sie dem Institut zu überlassen.
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